Bassist und Lehrer: Sven Sommer

Ich möchte gerade mal mitteilen, was für ein großes Glück ich habe. Auf der Suche nach einer Musikschule im Kuseler Umkreis wurde ich doppelt fündig. Eine ist die „Musikschule plus“ und eine die „Musikschule Kuseler Musikantenland„. Beide boten Unterricht am E-Bass an, beide hatten für mich Vor- und Nachteile. Am Ende entschied ich mich fürs Musikantenland und pickte mir den einzigen Basslehrer heraus, der nur Bassunterricht anbot. Ich bin nunmal Fan des „Fachidiotentums“, ohne das auch nur im Geringsten abwertend zu meinen – ich sehe das als Spezialisierung an. Perfekt, oder?

So lernte ich Sven Sommer kennen. Ruhig, freundlich, humorvoll – und ein toller Bassist. Aber er spielt nicht nur gut, sondern er unterrichtet auch gut. Das eine hängt ja nicht automatisch mit dem anderen zusammen, Unterrichten ist nicht jedermanns Sache. Zudem hat Sven noch eine spezielle Geheimwaffe, die es mir auf besondere Weise einfacher macht: Er ist Linkshänder. Wenn wir uns gegenüber sitzen, ist das irgendwie, wie in einen Spiegel zu schauen. Mir fallen gedankliche Drehungen (trotz aller Verdrehtheit  😉 ) schwerer als gedankliche Spiegelungen. Deshalb hatte ich meine Tabulaturen am Anfang (vor dem Unterricht) auch umgedreht, dass ich die oberste Saite auch die oberste Linie war. Eben wie im Spiegel.

In der Bass Schule begannen wir auch mit Tabulaturen, über denen Notenlinien mit den entsprechenden Noten waren. TABs sind sicher nicht jedermanns Sache, aber für einen schnellen Einstieg in die Welt der bundierten Saiteninstrumente haben sie einige Vorteile. Ohne Tabulatur müsste man erst die Note lesen können, wissen, wo man sie auf dem Griffbrett findet und dann auch noch die beste der mehrfach vorkommenden Optionen auswählen. In der Tabulatur steht eine 3 auf der Linie für die E-Saite und man greift einfach auf der E-Saite am 3. Bund. Dass das ein G ist, findet man im Laufe der Zeit und bei entsprechendem Interesse dann schon heraus.

Bei mir brauchte es ein paar Anläufe mit dem Lernen der Notation. Es war einfach immer bequemer, die TABs zu benutzen. Aber die Noten auf dem Griffbrett zu finden, das schien mir schon immer sinnvoll und wichtig zu sein. Schließlich will man vielleicht mal Lieder begleiten, bei denen einfach nur Buchstaben für die Begleitakkorde drüber stehen – und dann? Dann schaut man dumm aus der Wäsche. Was soll ich sagen, ich kann inzwischen Notation lesen, tue mich aber mit den dazu passenden Stellen auf dem Griffbrett immer noch recht schwer. 😆  Aber das wird schon noch, braucht alles seine Zeit. Die 5-Bund- und 7-Bund-Regel, sowie die 2+2-Oktavregel sind hilfreich. (Ebenso hatte mich der kostenlose BCEF-Kurs von Eddi Andreas gut weiter gebracht.)

Sven forciert inzwischen auch immer mehr die Notwendigkeit, mich auf dem Griffbrett zurecht zu finden. So fallen inzwischen die TABs oft weg. Manchmal bekomme ich nur ein Blatt mit ein paar Buchstaben und Stichen und muss mich damit selber orientieren. Ich finde es richtig gut, wie er mich damit und in vielen anderen Punkten immer wieder „anschiebt“. Ohne Lehrer hätte ich vermutlich schon längst wieder aufgegeben. Einfach auch, weil ich mir dann keine Herausforderungen gestellt hätte, sondern das gedudelt hätte, was einigermaßen klappt. Wenn es nicht voran geht, bleibt das Erfolgserlebnis aus. Von Sven bekam ich manchmal Lieder aufgetischt, bei denen ich dachte, sie niemals spielen zu können. Doch was wollte ich machen, ich „musste“ ja bis zur nächsten Unterrichtsstunde etwas vorweisen können. Schließlich nehme ich den Unterricht freiwillig UND WEIL ich Bass Spielen lernen WILL. Also setze ich mich immer wieder hin und übe. Und am Ende klappt das, was ich nie für möglich gehalten hätte.

Wer ist nun dieser sagenumwobene Sven Sommer? Hier mit seiner jetzigen Ehefrau, zusammen sind sie „Bassically Vocals“:

Mehr Videos von Bassically Vocals

Der YT Kanal von Sven

Die Website von Sven

 

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